Neunter Tag: Verwandtschaftspflege und Abschied

Viel Kaffee trinken wir in Bodø an unserem letzten Tag. Für mich gibt es das volle Familienprogramm, für Thomas einen kleinen Rundgang. Dann heißt es Hade Bra Norwegen und Willkommen Deutschland. Und am Ende wird ein neuer Plan gefasst.

Wir treffen uns mit meiner Cousine Ine in einem Café in der Nähe ihres Hauses zum lunsj (Mahlzeit zwischen Frühstück und Mittagessen). Das Café befindet sich in der ehemaligen Landwirtschaftsschule, die zuvor ein Gutshof war und heute ein Kulturzentrum ist. Beiläufig sage ich zu Thomas, dass mein Onkel hier Lehrer war und in dem Gutshaus wohnte. Ein Stockwerk höher saß ich vor 30 Jahren und pulte einen Kübel Reker (Atlantikkrabben), um sie auf Weißbrot mit Majo zu essen, eine hiesige Spezialität, die wir dieses Mal auslassen mussten. Das ist Anlass für uns, über den Umgang von Norwegern mit Verwandtschaftsverhältnissen zu sprechen. In einem Spotlight erzähle ich ein wenig mehr „Von Verwandtschaftsverhältnissen in Nordnorwegen“.

Das Café ist übrigens sehr schön und hier einen Tipp wert , falls jemand mal dort vorbeikommen sollte (Der Link ist leider Stand 2018 tot). Den Filterkaffee gibt es als påfyll (Nachschenken) bis zum Abwinken. Das ist eine typisch skandinavische sympathische Eigenart. Da aber auch in Norwegen immer mehr alle möglichen Varianten von Café und Espressomaschinen Einzug finden, gibt es påfyll immer weniger.

Zum ersten Mal auf dieser Reise gehen Thomas und ich dann einmal getrennte Wege. Mein weiterer Weg führt mich zwecks Verwandtschaftspflege zu einem Kurzbesuch zu meiner Tante Rigmor. Meine Tante spricht nur Norwegisch – kein Vergnügen für jemanden der nichts versteht. Thomas erkundet also statt dessen noch ein wenig die Gegend für letzte Fotomotive. Sein Weg führt ihn zum Fjord und direkt zum Flughafen. Ich kenne in Deutschland wirklich keinen Ort, wo wir zu Fuß zum Flugplatz gehen könnten.

Für mich gibt es bei meiner Tante natürlich Kaffee mit Kuchen. Danach bringe ich noch den Mietwagen weg.

Ein letztes nettes Familientreffen findet abschließend am Flughafen mit meiner Cousine Therese statt. Tja, und dann soll unser Flieger um 15.10 Uhr starten. Aber erst müssen noch einige Jagdflieger landen. Bodø ist auch ein Militärflughafen.

Am Abend landen wir in KölnBonn. Es erwarten uns -6 Grad und Schnee. Wegen des Winterwetters hätten wir bestimmt nicht nach Nordnorwegen fliegen müssen, stellen wir fest. Nach so einer erlebnisreichen Reise lassen wir uns von einer vereisten Weiche in Köln Deutz, wegen der wir die S-Bahn verlassen müssen, nicht aus der Ruhe bringen. Wir sollen den Bahnsteig wechseln. Dort angekommen, sehen wir wie die S-Bahn dann doch abfährt. Willkommen in Köln.

Und unser neuer Plan? Der lautet: Nordnorwegen, wir kommen im Winter wieder. Dann soll es von Hillingan aus auf die Lofoten gehen. Wir wollen das Nordlicht wiedersehen und nicht nur das.

Text bt, Fotos ts



Achter Tag: Ha det bra Hillingan (mach’s gut Hillingan)

Ein erster Abschied und eine letzte Autofahrt bestimmen unseren vorletzten Tag in Nordnorwegen. So langsam geht unsere Reise zu Ende. Was soll nach dieser spektakulären Nacht mit dem nordlys (Nordlicht) eigentlich noch kommen?

Die Hütte auf der Halbinsel Hillingan zu verlassen, bedeutet durchaus Arbeit. Unsere Basis-Station für die letzten Tage soll schließlich wieder ordentlich aussehen für den nächsten Gast. Meine Mutter kommt im Mai. Einen halben Tag muss ich immer für das Aufräumen einplanen. Also heißt das für uns wieder einmal Früh aufzustehen.

Ich lege innen los. Thomas bringt die ersten Sachen raus. Nach einer Weile mache ich mir Sorgen, wo er denn bleibt. In den letzten Tagen ist ja einiges passiert. Ich schaue von der Terrasse aus um die Ecke. Eine Elchkuh steht in fünf Meter Entfernung. Die Windrichtung muss in Richtung Thomas gehen. Der Elch sieht nicht gut, dafür riecht er umso besser. Thomas kann er nicht gerochen haben. Thomas wirkt völlig gebannt. Der Elch wirkt irritiert. Ich Rufe ihm ganz leise zu, ob er seine Kamera will. Was für eine Frage. Das ist wirklich das volle Nordnorwegenprogramm.

Der Weg in Richtung Bodø, von wo am nächsten Morgen unser Flieger abhebt, kommt uns mittlerweile unspektakulär vor. Gut, unser Benzin steht auf rot. Tankstellen gibt es in Nordnorwegen nicht an jeder Ecke. Aber das ist für mich kein Grund für Herzpochen. Ich kenne diese Strecke, und weiß, wann die nächste kommt. Ich muss sie jedes Mal fahren, wenn ich zur Hütte will. Die Tankstelle ist jedoch verlassen. Es ist eben Winter und nicht Sommer. Aber ein Terminal akzeptiert Kreditkarten. Ich stecke meine rein und werde zur Eingabe eines Pincode aufgefordert. Meine Kreditkarte hat keine. Herzrasen. Bis Fauske sind es noch zirka 50 Kilometer. Ok, das musste jetzt nicht sein. In Fauske angekommen, waren im Tank höchstens noch zwei Liter.

Unser letzter Schlafort ist bei meiner Cousine Ine, ihrem Mann Rune und ihren drei Kindern Astrid, Inger und Knut in Bodø. Wir kommen sogar im akademischen Viertel, 15 Minuten nach der vollen Zeit, an. Der Abend wird bei leckerem Bacalhau in Tomaten, Zwiebeln und Paprika wieder einmal sehr koselig (gemütlich).

Bacalhau, getrockneter Dorsch, ist eine norwegische Spezialität von den Lofoten, der immer noch ein Exportschlager nach Portugal ist. Wer einmal auf die Lofoten fährt oder dort war, wird diese Spezialität an Stangen aufgehängt überall gesehen haben. Der Geruch ist in den ersten Wochen speziell, der Geschmack aber am Ende phantastisch, wenn er im Tomatensud langsam wieder Flüssigkeit zieht – finde ich. Manche essen ihn auch ungekocht. Das ist dann aber wirklich gewöhnungsbedürftig. Nach Fiskeboller und Elch haben wir auch kulinarisch das volle Norwegenprogramm bekommen. Tusen takk for maten (Herzlichen Dank für das Essen)!

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Siebter Tag: ut på tur … aldrig sur

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Ut på tur … aldrig sur (frei übersetzt: Bist du auf Tour, bist du immer bester Stimmung), das war unser heutiges Tagesmotto. Nach dem gestrigen Tag durfte eine kleine entspannte Wanderung einfach auch mal sein.

Der Norweger geht gerne in die Natur für eine kleine oder große Wanderung. Dieser allgemeine Satz stimmt auf jeden Fall für meine norwegische Familie. Jedes Mal, wenn ich hier oben bin, gehört auch eine Wanderung mit Terje und Mary-Astrid dazu. Ich kann mich jedenfalls nicht anders erinnern.

Während wir wieder einmal leckeren Pfannkuchen von Thomas mit Syltetøy (direkt übersetzt, hieße das Hungerspielzeug, es ist aber schlicht Marmelade) und Seter Rømme (dafür gibt es in Deutschland geschmacklich nichts vergleichbares, höchsten Schmand könnte dem etwas nahe kommen) essen, chatte ich mit Mary-Astrid über facebook, dass wir gegen 10.30 Uhr bei ihnen sind.

Nach der kurzen Nacht kommt dieses mal Thomas nicht so richtig in die Gänge. Das ist mir ein Fest! Ich bin ja nicht nachtragend. Jetzt lasse ich ihn leiden. Meine sonst so übliche Morgenmuffeligkeit ist wie weggeblasen. Es wird 11 Uhr bis zu unserem Start. Nun gut, Norweger sind mir ja nicht für Pünktlichkeit in Erinnerung (siehe auch das Spotlight zum Wandern mit Norwegern).

Wir schaffen es, uns gerade einmal 50 Meter von der Hütte zu entfernen, da kommt uns Terje mit seinem Wagen entgegen, um zu schauen, wo wir denn bleiben. Das ist nach dem gestrigen Erlebnis mit uns nachvollziehbar. Wir entschuldigen uns. „Ihr macht die norwegische Art“, kommt es augenzwinkernd zurück. Aber wir haben keinen Sommer, sondern Winter und da sind die Tage verdammt kurz und gutes Wetter rar. Wir lassen unser Auto stehen und fahren mit seinem Auto gemeinsam schnell weiter zu unserem Startpunkt auf Finnøya.


Von einem einsamen, verlassenen Gutshof aus geht es los. Wir wandern durch die Schneelandschaft über zugefrorene Seen und Moore. Einen Weg gibt es nicht. Es gibt nur eine Richtung, oder das Wissen, wir müssen über einen See links oder rechts, oder wir folgen Strommasten. Das Ziel soll mit weißen Bändern „ausgeschildert“ sein; ausgerechnet im Winter, wer soll das denn finden, unken wir. Terje und Mary-Astrid finden sie. Das Ziel bei Wanderungen in Nordnorwegen ist gerne eine Bergkuppe oder eine markante Aussicht. Wir könnten eine schöne Aussicht Richtung Hamarøyskaftet, dem Wahrzeichen der gleichnamigen Kommune, haben, wenn die tief hängenden Wolken nicht wären.

Wir machen es uns dennoch gemütlich. Alte Zweige werden abgebrochen. Kurze Zeit später brennt das Feuer und die pølse (Grillwürstchen, so wie wir sie von IKEA kennen, nur eben speziell fürs offene Feuer) stecken an unseren Stangen. Ich passe auf, dass meine nicht verkohlt, was gar nicht einfach ist. Natürlich fällt die erste ins Feuer – ok, dann eben doch mit Kohle. Dazu gibt es über dem Feuer aufgebrühten Kaffee in einer verkohlten Blechkanne. Eine solche Kanne hat hier jeder. Je verkohlter, desto besser. Alles ist irgendwie nochmal so lecker. Wir bekommen das volle Norwegen-Programm. Und auch der Himmel klart auf. Postkartenmotiv. Zumindest das Panorama. „So ist das Leben in Nordnorwegen“, sagt Terje auf deutsch.

Nach einer guten Stunde Rückwanderung sind Thomas und ich glücklich. So hatten wir uns das gewünscht. „Takk for tur!“ (Danke für die Wanderung; diese Redewendung gehört sich in Norwegen einfach), „Selv takk“ (Direkt übersetzt: selbst Danke) , kommt es umgehend zurück. So wird in Norwegen eine Tour ordentlich beendet. Ich finde diesen Brauch schön. Den Abend lassen wir mit in Narvik gekauften, richtig guten, frischen Seelachs ausklingen.

„Tja, und das Nordlicht?“, fragt sich vielleicht der eine oder andere. Das ist uns auf dieser Reise wohl nicht vergönnt. Auch in dieser Nacht schneit es. Morgen geht es zurück nach Bodø. Das Abenteuer neigt sich dem Ende zu.


Sechster Tag: Drama und ein gutes Ende

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Es gibt Drama, Baby. Als ich diese Worte schrieb, wusste ich noch nicht, wie vieldeutig das sein würde.

Der Morgen beginnt mit einem Schwätzchen bei strahlendem Sonnenschein. Genau richtig für unsere Rundtour auf der nordnorwegischen Insel Senja. Um 7.30 Uhr kommt ein Trecker mit einer Schneefräse den Hotelweg hoch und wirbelt reichlich Schnee an den Wegesrand. Er hält neben unserem Wagen. „Tjør du på job?“ (Fährst du zur Arbeit?) Naja, denke ich bei mir. Unser Blog macht durchaus Arbeit. Thomas will die Schneeketten vom Traktor haben. „45 Kilo. Die sind zu schwer für euren Wagen“, kommt es lakonisch zurück. Hätten wir aber gut gebrauchen können.


Wir fahren ohne Schneeketten los. Sind ja Spikes, die Reifen. Verflixt, der Himmel zieht plötzlich zu. Wir sehen die Hand kaum vor unseren Augen, geschweige denn das in den Reiseführern angekündigte phantastische Panorama. Wir müssen über einen Pass, der fast zugeschneit ist. Wenn die Stangen links und rechts nicht zu sehen wären, wüssten wir nicht, wo es lang ginge.

Wir kommen am Fjord an. Nichts ist zu sehen. Wir steigen an einer Lachsfarm dennoch aus und Thomas fotografiert das, was halt zu sehen ist: Schnee. Und dann kommt das Drama innerhalb von 10 Minuten. Die Wolken steigen immer Höher. Auf der einen Seite schneit es, auf der anderen zeigt sich erst ein blauer kleiner Flecken, dann die Sonne und dann der erste Berg. Das Panorama, das dann von den Wolken frei gegeben wird, verschlägt uns schlicht die Sprache. Drama, Baby! Der Fjord wird von steilen Bergen eingerahmt und will gar nicht enden. Überwältigend und berauschend, dieser Wechsel.

Völlig berauscht fahre ich weiter. Wir haben ja Spikes am Auto, was kostet die Welt. Eine Sekunde lang unvorsichtig – nun gut, ich fahre durchaus gerne zügig. Eine Kurve. Der Wagen schlingert gefährlich. Das Herz rutscht sonst wohin. Zack, das Heck detscht in die Leitplanke. Hin und her. Aber kein Gegenverkehr, und wir kommen zum Stehen. Drama, Baby! Puh. Blechschaden. Jetzt nur ganz ruhig Richtung Hütte zurück. Schließlich sind wir bei meiner Tante zum Essen eingeladen. Das wollen wir doch gerne noch erleben.

Aber unser Dramakonto ist anscheinend nicht genug gefüllt für diesen Tag. Unsere Fähre um 18 Uhr über den Tysfjord ab Kjøpsvik verpassen wir um drei Minuten. Wir sehen sie noch aus dem Hafen fahren. Auf dem Weg zu einer anderen Fähre ab Drag in 50 Kilometer Entfernung bietet sich aber DAS Foto: Der Berg Stetind, ein norwegisches Naturdenkmal, im Abendlicht. Hat sich ja doch irgendwie gelohnt.

Die andere Fähre um 19.10 Uhr erreichen wir dann pünktlich. Über den Tysfjord gibt es keine andere Möglichkeit als eine Fähre. Der Fjord ist bis zu 1.000 Meter tief und er geht bis 5 Kilometer vor Schwedens Grenze. Den kann man nicht umfahren, mit einer Brücke überbauen oder mit einem Tunnel unter der Erde durchfahren. Eine gute Stunde später kommen wir endlich in Innhavet an. Dort wartet bei meinem Onkel Terje und meiner Tante Mary-Astrid Elchgeschnetzeltes auf uns. Das schmeckt vorzüglich. Wir haben eine Menge zu erzählen. Ja, reisen im Winter ist hier eine echte Herausforderung, sind wir uns einig. Der Abend wird veldig koselig (sehr gemütlich).

In der Hütte erwartet uns dann das letzte kleine Drama. Aber im Vergleich zu allem Vorherigen ein wirklich kleines. Die Hütte muss von -5 Grad auf eine erträgliche Temperatur hochgeheizt werden, damit wir am nächsten Tag wieder lebend aufwachen. Um 3 Uhr fallen wir tot aber glücklich ins Bett. Genug Drama. Morgen wartet eine Wandertour mit Mary-Astrid und Terje auf uns. Start ist gegen 10 Uhr. Eigentlich machbar.


Fünfter Tag: endlich Tromsø

Das Ziel war definiert: Tromsø. Wir haben es auch erreicht, und zurück ins Hotel sind wir auch gekommen. Die Frage war eher, wie wir es dorthin geschafft haben. Und dann haben wir uns einfach auch mal etwas gegönnt.

Zurück auf Anfang. 7.30 Uhr. Ausschlafen ist hier nicht. Wir wollen was von der norwegischen Natur sehen. Die Sonne geht am Horizont auf. Thomas war bereits wieder draußen zum Fotografieren. Ich habe wieder eine Dusche bevorzugt. Dann beeilen wir uns, damit wir die Fähre um 9 Uhr von Senja nach Tromsø nicht verpassen. 80 Kilometer und 250 Kronen für die Fähre oder 190 Kilometer mit dem Auto nur über Eispisten. Da fällt die Entscheidung leicht.

Endlich Botnhamn. 8.55 Uhr. Die läppischen 30 Kilometer haben sich unglaublich gezogen. Wo ist der Anleger verdammt, wo die Fähre. Wir fragen einen Seemann am Anleger. „Die kommt in zwei Monaten.“ Wie? Aber im Internet stand doch … „Kansje!“ (Kann schon sein). Kein Wort mehr. Also los, keine Zeit verlieren. Wir drehen um. 220 Kilometer Eispiste liegen vor uns. Egal. Abenteuer.

Das Licht ist toll, ein Wechselspiel aus weißen Schönwetterwolken, blauem Himmel und Sonnenschein mit dunklen Wolken und Schneeflocken. Es schneit, dann reißt der Himmel auf, dann schneit es wieder. Jede Sekunde wird die Landschaft genossen. Ein Wow folgt auf das nächste. Wir machen einen kleinen Abstecher von der E6, der Hauptverkehrsader Norwegens von Süd nach Nord. Thomas hat den Blick für die Motive. Winternatur pur. Und immer wieder schrauben sich die für Norwegen so typisch dramatischen Berge steil aus dem Fjord empor.

Geplante Ankunft für Tromsø war ursprünglich gegen 1 Uhr. Es wurde 3 Uhr. Egal.

Erinnerungen kommen hoch: Ich war mit irgendwas zwischen 11 und 13 Jahren in Tromsø. Es war jedenfalls Anfang der achtziger Jahre. Die Ishavskatedralen (Eismeer Kathedrale) hatte mich damals sehr stark beeindruckt. Das weiß ich noch. Ich wollte sie unbedingt wieder sehen. Schon aus der Ferne ist sie gut sichtbar. Wir kommen an einen Kreisel. Wo ist die Ausschilderung DER Sehenswürdigkeit Tromsøs schlechthin. Nix. Dann stehen wir vor ihr. Wow! Wir wollen reingehen. Geschlossen bis 16 Uhr. Ein Orgelkonzert findet statt.

Dann stillen wir eben unseren Hunger. Unverzüglich. Ich werde schnell unleidlich, wenn ich nichts zu essen bekomme. Thomas hat das durchaus zu spüren bekommen. Aber bei der Kathedrale hätte ich mich zusammengerissen, um hier noch Zeit zu haben. So aber nicht. Glücklicherweise hat auch Thomas Hunger. Wir fahren ins Zentrum. Das erstbeste Restaurant am Hafen gibt tatsächlich was her. Aber die Preise sind, wie immer in Norwegen, jenseitig für uns Deutsche. Umgerechnet 35 Euro in einem mittelprächtigen Restaurant. Und das für Fisch, den es hier doch so massenhaft gibt. Nun dann, auch das ist egal. Das haben wir uns jetzt verdient! Anschließend wechseln wir noch in ein schickes Café und gönnen uns einen wirklich guten Cappuccino, bzw. Latte Macchiato mit Preiselbeermuffin. Preis? Egal. Cafékultur, das können die Norweger wirklich. Glaubst Du nicht? Dann probiere es.

Gut gestärkt machen wir dann eine kleine Autorundtour durch Tromsø. Ok, die ist schon eher kurz. Es schneit schon wieder heftigst. Und ich verfahre mich auch noch in der „großen“ Stadt. Und dann kommt für mich doch noch das Highlight des Tages. Der Besuch der Kathedrale. Wieder bin ich tief beeindruckt, Thomas nicht minder. Plötzlich spielt die Orgel auf.


Ja, das war all die Strapazen Wert. Ohne den Besuch hätte mir wirklich etwas gefehlt. Sicher wäre Sonnenschein toll gewesen. Dann geht eine Außenillumination an, da es dunkel wird. Bei Schneegestöber hat das seinen ganz eigenen Reiz.

Die Rückfahrt war dann übrigens völlig ohne Überraschungen. Haben wir etwas falsch gemacht?

Text von bt, Fotos ts


Vierter Tag: Überraschungen auf dem Weg nach Tromsø

Ich bin bereits viel gereist, Thomas auch, aber derartiges hatten wir noch nicht erlebt. Außergewöhnliche Überraschungen beim Wetter, beim Autofahren, beim Hotel Auffinden und beim Einchecken. Aber eines nach dem anderen.

Es sollte für uns rund 500 Kilometer weiter in den Norden bis kurz vor Tromsø gehen – haben wir wenigstens gedacht. Der Wecker hatte um 6.30 Uhr geklingelt. Holzscheite wandern wie jeden Morgen als erstes in den Ofen. Das Wasser im großen alten Kessel auf dem Ofen ist noch schön heiß. Vermengt mit kaltem Wasser in einen großen Eimer wird die Pumpe reingelegt und angestellt. Ab in die Hüttendusche. Die kann ich gar nicht oft genug erwähnen, so begeistert bin ich, auch wenn der Aufwand für 5 Minuten Dusche beträchtliche 15 MinutenOrganisation benötigt. Frisch geduscht komme ich aus dem Bad. Kein Kaffeeduft, keine Pfannkuchen. Thomas? Thoooomas??? Ein Blick aus der Hütte verschafft Klarheit, er steht mal wieder auf dem Fjord, den Fotoapparat vor dem Gesicht.


Jeder bekommt, was er braucht. Ich die Dusche, Thomas tolles Morgenlicht und eine aufgehende Sonne im Südosten. Mit diesem phantastischen Wetter hatte der Tag begonnen.

Ich packe meine Klamotten im Badezimmer zusammen und komme wieder in das Wohnzimmer zurück. Thomas schmiert sich Stullen. Ich frage, „keine Pfannkuchen?“ Nein. Ooooch! Nun gut, schlage ich also Rührei vor. Auch eins? „Äh, du hast die Uhr im Blick?“, sagt er. Die Fähre geht um 9 Uhr. Wir benötigen 20 Minuten von der Hütte zu ihr. Es ist 7.15 Uhr. Aber Zeit für Fotos am Morgen ist ja, oder was? Ich mache mir also trotzdem ein Rührei. Um 8.20 Uhr sitzen wir im Auto mit Sack und Pack. Ich bin satt, und Thomas ist glücklich, trotzdem noch genügend Zeit für vorbeikommende Fotomotive zu haben.


Soweit der Morgen. Was dann kommt lässt sich nur als Abenteuer beschreiben. Ich sage nur „etwas Schnee“ ist gar nichts. Das, was kam, war ein veritabler Schneesturm. Terje hatte mit seinen Warnungen mehr als recht. Wir hatten ja keine Ahnung! Im Schneckentempo geht es voran. Ein Räumfahrzeug fährt uns entgegen. Dann: Null Sicht. Die Scheibenwischer schaffen es nicht mehr. Überhaupt können wir von Glück reden, wenn wir 10 Meter weit sehen können. Die Straßen sind einfach nur noch weiß. Glücklicherweise sind Spikes aufgezogen. Sonst ginge gar nichts mehr.

Unser Hotel Senjagården in Gibostad soll rund 60 Kilometer von Tromsö entfernt liegen. Das schreibt das Hotel. Wir müssen laut der vom Hotel übermittelten Lagekarte nur eine Abzweigung vorher abbiegen. Zum Spaß frage ich aber doch nochmal über google Maps nach – was für ein Glück, dass wir in dieser Einöde überhaupt Empfang haben. 180 Kilometer werden ausgespuckt??? Das kann doch nicht wahr sein. Was schreiben die Hotelleute für einen Mist. Von wegen. Es stimmt. Aber: Es ist eine Route über eine Fähre. Für uns bedeutet die Neuigkeit plötzlich viel mehr Kilometer als gedacht. In völliger Konfusion ob der Entfernungen waren wir bereits 30 Kilometer am  Hotel vorbei. Und dann noch dieses Schneetreiben. Das zehrt an unseren Nerven. Und es wurde auch noch dunkel. Aber so richtig dunkel um uns. Schwarz.

Völlig mit den Nerven runter kommen wir in dem Örtchen Gibostad auf der Insel Senja an. Wo aber ist das Hotel. Da sollte doch ein Weg vor dem Ortseingang rechts abgehen? Wir fahren den Weg vier Mal hoch und vier Mal herunter. Da ist kein Weg. Verflucht. Und die Sicht ist immer noch übel. Ein kurzes aufklaren. Oberhalb des Hanges entdecken wir dann doch das Hotel. Alles ist dunkel und eine Straße nicht in Sicht. Doch dann sehen wir eine weiße Fläche zwischen zwei Zäunen. Könnte das ein Weg sein? Thomas hält an. Ich stiefel los. Tatsächlich, es ist ein Weg. Jedoch derart zugeschneit. Wie sollen wir da bergauf kommen? Kurz, es klappte. Irgendwie. Spikes sei dank.

Das war also geschafft. Wir gingen ins Hotel Senjagården. Offene Türen. Offene Zimmer. Offenes Restaurant. Das Licht funktioniert. Der Fernseher. Das Wasser ist warm. Aber kein Mensch weit und breit! Alles irgendwie unheimlich. Shining lässt grüßen. Wir entdecken eine Nachtklingel. Kein Mensch reagiert. Wir rufen die Telefonnummer des Hotels an. „Bitte hinterlassen sie eine Nachricht!“, kommt auf norwegisch durch das Telefon. Wir schauen aus dem Fenster. Das Schneetreiben nimmt wieder zu. Wir recherchieren nochmal im Internet. Norwegische Datenflat sei dank.

So vergeht eine halbe Stunde in der wir uns entscheiden, zu einem einsamen Haus unterhalb des Hotels zu gehen. Dort machen uns zwei völlig verschüchterte und verängstigte junge Norwegerinnen die Tür auf, denn wir stromerten zunächst um das Haus herum, auf der Suche nach dem Eingang und klopfen erst dann. Tatsächlich, sie kannten die Chefin des Hauses und sie konnten für uns anrufen. Ohne Erfolg. Aber just in diesem Moment: Mein Telefon klingelt. Es ist tatsächlich die Chefin: Sie habe vor einigen Tagen ihr Baby zur Welt gebracht und der Herr, der sich um uns kümmern sollte, liegt im Krankenhaus in Tromsø. Unfall. Wir beschreiben die Lage. „Suchen sie sich ein offenes Zimmer aus!“ Wir nehmen das Appartement. Mit eigener Küche. Uff, wir brauchen nicht verhungern und können unser mitgebrachtes Essen zubereiten. Was für ein Luxus. Eigentlich hatten wir ein Doppelzimmer gebucht.


Draußen stürmt es wieder. Der Wagen wird morgen, wenn das so weiter geht, eingeschneit sein. Wir sind gespannt, ob und wie wir es wohl noch nach Tromsø schaffen werden. Wir wissen jetzt wirklich, reisen in Norwegen im Winter ist speziell, ein Abenteuer und immer überraschend. Mein Onkel hatte recht, mehr als das.

Text bt, Fotos ts


Dritter Tag: neue Planungen

Gestern haben wir erfahren, was reisen mit dem Auto im Winter in Nordnorwegen bedeutet. Heute müssen wir uns überlegen, was möglich und machbar ist. Am frühen Morgen ist für Thomas aber zunächst eine Wanderung angesagt. Motivsuche. Um 6 Uhr hat der Wecker geklingelt. Ist das Licht gut? Es ist bedeckt. Das lohnt sich nicht.

Um 8.30 Uhr gibt es dann aber kein Halten mehr. Ich drehe mich im Bett noch einmal um. Thomas geht los. Die Natur um Hillingan wird von der Sonne bestrahlt.


Nach unserem Frühstück geht es zurück in die Zivilisation. In Nordnorwegen gibt es fast überall kostenlosen Zugang zum Internet, so auch in Innhavet, dem Örtchen in der Nähe von Hillingan, 30 Kilometer entfernt. Nach einem Zwischenstopp am kleinen Hafen für Fotografien über den Sagfjord bei strahlendem Sonnenschein haben wir uns ins Hotel Hamarøy begeben, um alles für unsere Weiterfahrt in den Norden herauszufinden: Fährverbindungen, Hotel für Tromsø, Kosten. Außerdem müssen wir herausfinden, wie wir die Fotos angemessen präsentieren können. Die Technik von WordPress will nicht so wie wir sie wollen. Inhalt und Form soll uns beide zufrieden stellen (Nachtrag 2018: Zwischenzeitlich ist der Blog umgezogen auf eine eigene Webseite und einen deutschen Host).


Zurück in der Hütte sitzen wir am Ofen. Es ist 20 Uhr. Von draußen kommen Geräusche. Mein Onkel Terje macht gerne Späße. “Habt ihr euch erschreckt?”, fragt er, als ich vorsichtig nach draußen spinxe. Klaro. Er hält ein Elchgeweih in der Hand und schabt damit an der Hütte. Jorba, sein Elchhund, ist kaum zu halten und will das Geweih in sein Maul bekommen.

Drinnen gibt es Kaffee. Jorba muss draußen bleiben. Sie ist schließlich ein Elchhund. Verwöhnen ist nicht. Wir aber verwöhnen meinen Onkel umgehend mit Kaffee. Kaffee trinken Norweger um jede Uhrzeit und bei jeder Gelegenheit. Er will uns Neuigkeiten zu unseren Reiseabsichten nach Tromsø und Alta, wo mein Cousin lebt, Terje’s Sohn, bringen: Mit einem Kaffee bei meinem Cousin in Alta wird es nichts. Es ist Sturm angekündigt und wir müssten über einen Pass. Schneeverwehungen sind möglich. Außerdem ist heftiger Schneefall in der Region Alta, nördlich von Tromsø, angesagt. Auf der Strecke ab Tromsø liegen bereits zwei Meter Schnee!!! Der Weg ab Tromsø könnte so bis zu vier Stunden dauern. Im Sommer sind es maximal eineinhalb Stunden. Bis Tromsø sei der Weg aber sicher.

Die Konsequenz: Planen wir halt um. Wir buchen zwei Nächte in einem Hotel bei Tromsø. Morgen früh um 8 Uhr geht es los. Wir sind gespannt.

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Zweiter Tag: Fjordwanderungen, norwegischen Spezialitäten und neue Erkenntnisse

Gestern grau, heute weiß. Die Natur hat sich sich heute von ihrer schönsten Seite gezeigt. Aber auch von ihrer tückischen.

Der Schnee verdeckt das Eis auf dem Boden, das sich in den letzten Tagen gebildet hatte. Jeder Schritt wird zu einem Eiertanz. Zum Fjord geht es ein klein wenig bergab. Bei unserer gestrigen Nachtwanderung hatten wir die vereisten Stellen gut sehen und ausweichen können. Heute liegen wir beide sofort auf unserem Hintern.

Aber wir lassen uns nicht aufhalten: Wir wollen dieses mal richtig auf den Fjord wandern. Da wissen wir wenigstens, dass überall Eis ist. Wir hören kein Knacken. Alles ist ruhig. Also los. Thomas zückt die Kamera. Es ist wieder Zeit für ungewöhnliche Perspektiven. Auf der Mitte des Fjords angekommen schweift der Blick in die Runde. Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl dort zu stehen, wo wir sonst nur mit dem Boot zu unseren Seelachsfangstellen rüberdüsen.

Ich drehe mich um und will wieder zurück. Ich gehe los. Ein Ruf. Erschrocken drehe ich mich um. Bekomme ich Morgen keine Pfannkuchen? 

Oh doch. Aber ich habe nicht ahnen können, dass mir in der kommenden Stunde die Füße abfrieren würden. Thomas hat Stehfleisch. Er will auf den Sonnenuntergang warten, da der Himmel gerade aufklart. Das besondere Licht. Ich versuche zum Zeitvertreib einen Schneemann zu bauen, aber der Schnee klebt nicht.

Zurück in der Hütte werden die Füße am Ofen aufgetaut und eine norwegische Spezialität wandert in unsere Mägen: Lefse. Diese werden wie Crêpes auf einer runden Platte zubereitet, sind aber etwas dicker und fluffiger und werden mit Butter bestrichen sowie mit Zimt und Zucker bestreut kalt gegessen. Das ist einfach lecker, und, wenn sie von meinen Tanten zubereitet wurden, einmal mehr.

Die Essenszeiten haben sich mittlerweile verschoben. Frühstück um 12 Uhr, Mittagessen um 16 Uhr, Kaffe und Kuchen um 19 Uhr und Abendbrot um 23 Uhr. Für all diese Essenszeiten hat Norwegen durchaus Spezialitäten zu bieten. Dazu gehören auch die für erstmalige Esser etwas gewöhnungsbedürftigen Fiskeboller. Das sind weiche Fischklöße die in einer Mehlschwitze aufgewärmt werden. Am besten schmecken mir die von Vesterålen. Dazu gibt es rote Beete und Kartoffeln. Es ist der Geschmack meiner Kindheit in Norwegen. Lecker sieht das nicht aus. Eher wie eine Pampe. Ich liebe das, und die Klöße gehören immer zu meinen Muss-Mahlzeiten hier. Auch heute Mittag … ich meinte Nachmittag.

Jetzt um 0.30 Uhr sind wir einfach nur vollgefuttert und müde. Morgen müssen wir Tromsø planen. Google Maps hatte für unseren Besuch bei meinem Cousin Gaute (das klingt auf norwegisch ausgesprochen fast wie „Göthe“) eine Fahrtzeit von 5,5 Stunden ausgewiesen. Da wir soeben bei seinem Vater Terje waren, wissen wir es jetzt besser: 9 Stunden. Kilometer sind eben nicht Kilometer, besonders nicht in Norwegen, besonders nicht im Winter.


Erster Tag: Ankommen

Zum Ankommen in Norwegen gehört für mich, die Verwandten zu begrüßen und alles für den Aufenthalt vor Ort zu organisieren.

Der Mann meiner Cousine wartet am Flughafen. Ohne fahrbaren Untersatz ist jeder in Nordnorwegen aufgeschmissen. Von ihm bekommen wir unser Auto. Er verleiht Autos, keine nagelneuen, nein „Wrecks“. Nein, ein Wrack ist unser Opel Astra Kombi nicht. Aber es ist auch nicht das neueste Modell.

Die Firma hat Freddy mittlerweile übrigens an einen Kumpel verkauft. Den uns versprochenen Tarif aber gleich mit. Meine Revanche: www.rent-a-wreck.no 🙂 2.000 Kilometer wollen wir fahren, bis nach Tromsö und noch ein Stück dahinter. Einen weiteren Verwandten besuchen. Nordlicht jagen.


Freddys Auto fährt uns sicher zum Einkaufen und die ersten 170 Kilometer bis zu unserer Hütte am Fjord. Dort können wir nichts einkaufen. Die Hütte gehört meiner Mutter. Wir könnten auch woanders hinfahren. In ein Hotel. 150 Euro die Nacht für ein einfaches Zimmer. Nach Alta nochmal 1.000 Kilometer in den Norden, wo die Chance auf Nordlicht noch viel höher wäre. Aber wir fahren auf die Hütte.

Die kleine Sandpiste zur Hütte ist völlig vereist. Schnee liegt keiner. Im Autodisplay werden -9 Grad angezeigt. Die Hütte wird saukalt sein. Ich nehme den Schlüssel und will ihn im umdrehen. Aber die Tür ist bereits auf? In der Hütte bollert der Ofen. Ich schaue auf den zugeeisten Fjord und bin irritiert. Von links ertönen Rufe. „Hei, hei!“ Mein Onkel und seine Frau winken fröhlich. Kuchen und norwegische süße Spezialitäten stehen plötzlich auf dem Tisch. „Kos doccer“(macht es euch gemütlich), sagen sie und sind weg.

Verwandte zu treffen, das ist ein schöne Sache!

Ja, und das Nordlicht, das hätten sie Gestern schon wieder hier über dem begehbaren zugefrorenen Fjord gesehen.

Ja, und heute Nacht soll es wieder kommen. Wir sind um 0.30 Uhr also auf den zugefrorenen Fjord. Die Nacht am Flughafen war ja auch schon so kurz. Also los. Es muss gerade Flut sein unter dem dicken Eis. Es knackt und kracht. Wir sehen zu, Land zu gewinnen. Soll das Eis doch so begehbar sein, wie es will.

Ein waberndes grünes Licht zeigt sich dann tatsächlich in der Ferne. Oder doch nicht. Wir sind unsicher. Ja, nein, ja … Die Füße werden kalt. Zurück in die Hütte. Dieses mal eiern wir nur landseitig über den vereisten Strand. Morgen ist auch noch ein Tag.

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