Es geht los

Ein holpriger Start, so lassen sich die ersten Stunden zusammenfassen. Wenn zwei eine Reise tun, müssen sie sich erstmal finden, auch wenn sie seit über 20 Jahren miteinander befreundet sind. Da sind zunächst einmal unsere unterschiedlichen Vorstellungen von Zeitbedarf vor dem Abflug. Der eine will reichlich Vorlauf haben, der andere mag es auf den letzten Drücker. Die goldene Mitte? Die gibt es nicht. Dann ist der eine halt überpünktlich und der andere muss dann früher los als gewollt, holt aber doch noch einige Minuten raus, das Brot will ja noch in Ruhe gegessen werden. Beide glücklich … Hmnaja.

Und dann stellen sich die beiden aufeinander ein. Die Frauen an ihrer Seite, sitzend im Auto, Frotzeleien.

Keine 15 Minuten später stehen wir am Check in. Die ersten norwegischen Worte kommen von links und rechts.

Abschied. Auf durch die Sicherheitsschleusen. Und einer hat dann doch nicht an alle Sicherheitsbedingungen gedacht. So wandert ein Schampo im Müll. Es gibt schlimmeres.

Und noch mehr Norwegisch erklingt kurze Minuten später im Duty free. Hochprozentiges wandert über die Theke und Zigarren. Heute war im Facebook bei der norwegischen Verwandtschaft zu lesen, dass sie auf ihrer Hüttenterrasse hübsch eingepackt saßen und ihren Kaffee genossen. Bei uns wird es dann wohl auch mal eine Zigarre dabei geben. Das Hochprozentige wird aber auch die norwegischen Kehlen hinunterlaufen.

Und was machen Männer, wenn sie dann auf den Flieger warten müssen, weil sie ja sooo früh da sein mussten? Sie trinken erst mal ein …. nein, kein Kölsch … ein Pils und ein Schwarzbier. Und dann posten sie ihren ersten Bericht, lächeln sich an – ja, jetzt kann sie losgehen, die Reise nach Nordnorwegen und die Jagd nach dem Nordlicht.

Text bt, Foto ts


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